Georg Augustin
Andreas Garkisch
Bostjan Vuga
Nathalie de Vries

Delirious Münster

Raumreserven in der Stadt

Noch ist Münster eine beliebte Stadt. Bis zum Jahr 2030 rechnet die Landesstatistik mit einem Zuwachs von 30.000 neuen Einwohnern. Die Wohnungen werden knapp, die Preise und Mieten steigen. Potentielle Studierende kehren sich von der Stadt ab, da die Unterkunft zum Studienplatz fehlt. Frisch berufene Professoren weichen ins Umland aus, da es keine bezahlbaren Alternativen in der Stadt gibt.

Geplante innerstädtische Wohnungsbauprojekte (Osmo-Areal, Kasernen) und die Arrondierung von Ortsteilen können die prognostizierte Nachfrage nicht decken. Hochrechnungen beziffern den Wohnungsbedarf für die kommenden Jahre mit etwa 1500 Wohnungen pro Jahr. Der Bau neuer Siedlungen am Stadtrand ist aus Gründen der Nachhaltigkeit keine Alternative. Die Stadt Münster hat aus diesem Grund das Leitbild einer ressourcenschonenden Kernstadtinitiative formuliert.

Münster und viele andere deutsche Städte müssen sich auf eine urbane Zukunft vorbereiten und städtische Raumreserven aktivieren. 0815-Parzellierungsmuster werden endlich abgelöst durch innovative Wohnformen, die sich maßgeschneidert in die vorhandenen Strukturen integrieren. Höhenakzente ermöglichen die Orientierung im 2-3geschossigen Baustandard westdeutscher Vorstadtidylle, innerstädtische Gewerbetreibende müssen nicht mehr auf Kunden warten, Ausfallstrassen werden entlastet und der kürzere Takt des öffentlichen Nahverkehrs bringt die Innenstädte zum Pulsieren.

Neue Wohn- und Lebensformen, kleine Häuser, Strategien für Nischen und Konzepte für Umnutzungen sind Thema der Vortragsreihe Stadtansichten 2013 an der msa | münster school of architecture.

Leonardo Campus 10

Leo 1

18.06.2013 - 21:00

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